Bündnisse für Bildung 2026

Wenn Orte anfangen mitzuspielen.

Ein Marktplatz wird zum Spielfeld. Eine mobile Werkstatt reist zu Kindern. Eine Landschaft wird zum Atelier. Zwischen Bernburg, Zörbig und Quetz entstehen unterschiedliche Formate aus einer gemeinsamen Idee: Kulturelle Bildung entdeckt, was an einem Ort schon da ist – und setzt etwas in Bewegung.

Kinderolympiade in Bernburg: ein Spielweg auf einer WieseEin Bild aus unserer früheren Arbeit in Bernburg · Foto LLKW e.V.
01 / Bernburg in Bewegung

Das Spiel kommt zu den Kindern.

Hier macht sich die Werkstatt auf den Weg. Spielmobile verwandeln vertraute Orte für einige Stunden oder Tage: Material wird ausgeladen, gebaut, erprobt und neu zusammengesetzt. Kinder können einsteigen, weiterdenken und eigene Regeln erfinden.

Es geht um mehr als mobile Spiele. Ein gewöhnlicher Platz bekommt für eine Weile andere Möglichkeiten. Was bleibt, wenn das Spielmobil weiterfährt? Vielleicht eine neue Idee für diesen Ort – und die Erfahrung, ihn mitgestalten zu können.

Was hier entstehen kann

Mobile SpielaktionenBauen & GestaltenBewegung & gemeinsame Regeln
Herbstferien 2026 · Peißen

Vier Tage lang wird Peißen zum Bildungsdorf auf Zeit.

Was wäre, wenn Kinder ihren Jugendclub und die Wege ringsum selbst zum Spielfeld machen? Sie lernen einander kennen, erkunden Natur und Dorf, kochen draußen, gestalten mit Fundstücken und wagen sich an Aufgaben im mobilen Seilgarten – jede und jeder im eigenen Tempo.

Die vier Tage bauen aufeinander auf: Erst finden die Kinder als Gruppe zusammen. Dann entdecken sie neue Möglichkeiten im vertrauten Ort, verteilen Aufgaben und gestalten ein gemeinsames Abschlussfest. Wir bringen Material und Ideen mit; wie dieses Bildungsdorf aussieht, entscheiden die Kinder mit.

19.–22. Oktober, täglich 9–17 Uhr im Jugendclub Peißen und seiner Umgebung. Für Kinder von 8 bis 12 Jahren; die Teilnahme ist kostenfrei, Mittagessen inklusive. Die Anmeldung gilt für alle vier Tage.

Ein Bündnis des Amts für Kinder- und Jugendförderung der Stadt Bernburg (Saale), Erlebniswelten e.V. und des Fördervereins Land.Leben.Kunst.Werk. e.V. im Programm „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“.

Diese Arbeit knüpft an Erfahrungen wie die mitentwickelte Kinderolympiade für die Stadt Bernburg an.

Flyer der Zörbiger SpielunkeZörbiger Spielewelten · Einblick aus 2026
02 / Zörbiger Spielewelten

Was, wenn eine Stadt zum Spiel wird?

Land.Leben.Kunst.Werk., Ideenschmiede Zörbig und Stadt Zörbig entwickeln Spielräume zwischen Kernstadt und Ortsteilen. Jugendliche lesen Straßen, Plätze, Vereine und alltägliche Regeln neu – und verändern sie mit eigenen Ideen.

Die fünf Formate sind keine abgeschlossenen Angebote im Regal. Sie geben dem Spiel unterschiedliche Wege in die Stadt:

Fünf Wege hinein

Stadtwerkstatt – Stadt als Text und SpielfeldSpielunke – Spiele erfinden, einen Ort auf Zeit gründenSpiel & Verein – bekannte Regeln verändernAbenteuerwerkstatt – Gemeinschaft auf Zeit in QuetzSpielspur – mobil in die Ortsteile ziehen
Linde auf dem Quetzer BergQuetzer Berg · Foto LLKW e.V.
03 / Kunst- und Kulturpfad Quetz

Eine Landschaft wird zum Atelier.

Hier beginnt die künstlerische Arbeit draußen: auf Wegen, am Pfarrhof, auf dem Quetzer Berg und an Orten, deren Geschichte nur noch in Spuren zu finden ist. Mit Freier Akademie Quetz und Weil-Reißhauer-Stiftung laden wir Kinder und Jugendliche ein, diesen Raum neu zu lesen.

Die „Schutzpatrone des Alltags“ sind Figuren für Fragen nach Mut, Arbeit, Teilen und Gemeinschaft. Aus Holz, Stein, Natur- und Fundmaterialien können Zeichen entstehen, die eine vertraute Umgebung anders sichtbar machen. Was bleibt, entscheiden die Beteiligten gemeinsam.

Wege durch Quetz

Werkstatt – Schutzpatrone & ÜbergängeFerienkurs – Alltag & ArbeitFeriencamp – Reise & Schutz
Werkstätten und Termine ↗
Rückblick · Bildungslandschaft 2026

Was von einem Sommer bleibt.

Stadtwerkstatt, Abenteuer- und Kunstcamp, Heldenreise und Piratenlager: Jedes Format hatte einen anderen Ort und eine andere Gruppe. Eine Geschichte erzählen wir hier genauer. Die anderen Spuren führen zu ihren Projekten und Materialien.

Quetz · 20.–25. Juli 2026

Als das Dorf Werkstatt und Zuhause wurde.

Beim Sommercamp „Schutzpatrone des Alltags“ zogen Jugendliche zwischen 11 und 18 Jahren für eine Woche in den Pfarrhof und die Landschaft um Quetz. Sie schnitzten, zeichneten, kochten, musizierten, erkundeten Wege und fanden zwischendurch Ruhe unter dem Kirschbaum. Der ganze Tag konnte zum Material für Kunst werden.

Aus Eichenbrettern arbeiteten sie an einer Gemeinschaftsbank für die ehemalige Zuckerfabrik. Namen und Initialen in den Brettern sagen: Wir waren hier und haben mitgebaut. In der Kerzenwerkstatt entstanden persönliche und gemeinsame Lichter. Gedanken und Erlebnisse wanderten in selbst geschriebene Songs, die später am Feuer zu hören waren.

Veit erinnert sich besonders daran, wie Jugendliche, die anfangs eher zuschauten, Aufgaben übernahmen und einander halfen. Für die Präsentation am 22. August waren Bank, Kerzen, Musik und gemeinsames Essen angekündigt. So sollte die Woche zurück in den Ort führen – mit Spuren, an denen andere weiterdenken können.

Die nächsten Werkstätten und Ferienkurse ↗
Jugendliche arbeiten im Pfarrhof an Eichenbrettern für eine Gemeinschaftsbank
An der Gemeinschaftsbank arbeiten
Kinder und Jugendliche gestalten Kerzen in der Werkstatt
Schicht für Schicht: Kerzenwerkstatt
Gruppe sitzt zusammen an einem gestalteten Tisch im Pfarrhof
Ein gemeinsamer Tisch
Gruppe musiziert abends um ein Lagerfeuer
Songs am Lagerfeuer

Vier weitere Wege durch den Sommer.

Zörbig · Stadtwerkstatt

Im Frühjahr lasen Jugendliche Plätze und Wege der Stadt als Material für Spiel und eigene Eingriffe.

Zörbiger Spielewelten ↗
Quetz · Abenteuerwerkstatt

Ein Camp auf Zeit: draußen leben, Herausforderungen wählen und als Gruppe Verantwortung übernehmen.

Zum Format ↗
Quetz · Heldenreise

Ein weiterer Weg aus dem Bernburger Bündnis führte Kinder nach Quetz – vom vertrauten Alltag in eine andere Erfahrungslandschaft.

Zum Format ↗
Gerlebogk · Piratenlager

Am Strandbad wurde aus Wasser, Natur und gemeinsamem Spiel ein Abenteuercamp auf Zeit.

Zum Format ↗
Drei Bündnisse · viele Zugänge

Eine Landschaft voller Möglichkeiten.

Bernburg bringt das Spiel in Bewegung.

Zörbig macht den Sozialraum zum Mitspieler.

Quetz macht Landschaft und Geschichte zum Atelier.

Manchmal braucht kulturelle Bildung kein neues Gebäude. Manchmal reicht es, eine Tür zu öffnen – und draußen weiterzumachen.

Flyer und Spuren aus dem Sommer 2026
Förderhinweise zu den verlinkten Flyern

Gemeinsam möglich gemacht.

Die auf dieser Seite verlinkten Bildungsformate werden auf ihren Flyern im Rahmen von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ und mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend ausgewiesen. Die Zuordnung der weiteren Programmpartner gilt jeweils für die genannten Flyer:

Zörbiger Spielewelten

Abenteuerwerkstatt und Spielunke: Programm „jep – jung, engagiert, phantasiebegabt“ des Paritätischen Bildungswerks Bundesverband. Bündnis: Land.Leben.Kunst.Werk. e.V., Stadt Zörbig und Ideenschmiede Zörbig.

Kunst- und Kulturpfad Quetz

Werkstattreihe und Sommercamp: Programm „Open Air Culture“ der Alevitischen Gemeinde Deutschland. Bündnis: Land.Leben.Kunst.Werk. e.V., Freie Akademie Quetz und Weil-Reißhauer-Stiftung.

Bernburger Ferienformate

Heldenreise und Piratenlager: Programm „Spielmobile“ der Bundesarbeitsgemeinschaft der mobilen spielkulturellen Projekte. Bündnis laut Flyer: Förderverein Land.Leben.Kunst.Werk. e.V., Erlebniswelten e.V. und Stadt Bernburg (Saale).

Für die jeweiligen Formate stehen die vollständigen Förderlogos und Angaben auch auf den Originalflyern weiter oben. Die Förderangaben der übrigen 2026er Vorhaben sind projektbezogen zu prüfen.